Historischer Verein Lauf a.d.Pegnitz e.V. -
Freunde des Stadtarchivs 

Aktuelle Mitteilungen

21.09.2019

Anregungen aus Aub für die Zukunft des Pfründnerhauses in Lauf

Exkursion des Historischen Vereines in das dortige Spitalmuseum

Georg Pfeuffer vom "Fränkischen Heimat- und Geschichtsverein" schilderte kurzweilig

Interessante Einblicke erlebten die Teilnehmer anlässlich der Exkursion in das Spitalmuseum Aub, zu der „Historische Verein Lauf“ Mitglieder und Interessierte Bürgerinnen und Bürger eingeladen hatte. Schon seit der Vereinsgründung machen sich Mitglieder des Vereines Gedanken über eine zukünftige Nutzung des Pfründnerhauses, dem ehemaligen Altersheim in der Spitalstraße. Die 1. Vorsitzende und Stadträtin Sabine Raile begrüßte dazu eine Vielzahl von Teilnehmern an der Exkursion, die von Vorstandsmitglied und Stadt- und Kreisrat Georg Schweikert umfassend vorbereitet und geleitet wurde.


Die Teilnehmer vor dem Spitalmuseum in Aub

Mit der Fahrt nach Aub erhoffte man sich Anregungen, wie ein historischer und mit reichhaltiger Geschichte versehener Gebäudekomplex für Archiv und die Öffentlichkeit genutzt werden kann. Georg Pfeuffer vom dortigen „Fränkischen Heimat- und Geschichtsverein“ umriss die Geschichte der Stiftung und erläuterte ausführlich die Entstehung des heutigen „Spitalmuseums“. Im Jahre 1355 als Stiftung gegründet, wurden bis in 70er Jahre des 20. Jahrhunderts Senioren in den Räumen beherbergt. Nach der Auflösung war das Gebäude über einen langen Zeitraum in großen Teilen ungenutzt. Nachdem die Stadt Aub das Gebäude übernahm wurde in einem Zeitraum von über 20 Jahren das Areal, zusammen mit den Aktiven des Heimat- und Geschichtsvereins, zu einem Museum und Kulturzentrum entwickelt. Dies mit vor allem unter Einbeziehung umfangreicher staatlichen Fördermittel.

Nicht nur ein konzeptionell gelungenes Museum, sondern auch ein Kulturzentrum mit vielfältigem Angebot wurde geschaffen. Die Spitalkirche gilt als weithin bekannter Ort für Konzerte und Kulturveranstaltungen. Vor allem die Konzertreihe „Musik in fränkischen Spitalkirchen“ mit hochkarätigen Musikern und Solisten hat überregionale Bedeutung. Im Außenbereich wurde von den Aktiven des Vereines ein überdachtes Freilufttheater geschaffen, das für bis zu 500 Personen Platz bietet und die große Freifläche neben dem historischen Kräutergarten bietet zusätzlich Raum für Veranstaltungen aller Art.

Ochsenfurt und seine Spitalkirche

Grund genug bei der Weiterfahrt nach Ochsenfurt und dem gemeinsamen Mittagessen sich ausführlich das Gesehene auszutauschen. Ein kleiner, durch die örtlichen Stadtführer begleiteter Stadtrundgang rundete den interessanten und kurzweiligen Tagesausflug ab. Am „Neuen Rathaus“ und der Andreas Kirche vorbei, führte der Weg auch zum dortigen Spital. Derzeitige Arbeiten am Gebäude dienen der zukünftigen Nutzung in musealer und kultureller Hinsicht. Die angegliederte Spitalkirche selbst ist, wie in Aub, Raum für kulturelle Veranstaltungen und Konzertreihen. Einig war man sich, gute Anreize für eine zukünftige Nutzung des Laufer Pfründnerhauses und des Spitalareals gesehen zu haben und einiges auch in Lauf Anklang finden könne.


August 2019

Das Spitalmuseum in Aub, ein Modell für das Laufer Pfründnerhaus?

Der Historische Verein Lauf lädt am 21. September 2019 zu einer Tagesfahrt nach Aub ein.

„Wie nutzen wir zukünftig das Pfründnerhaus?“ – Dieser Frage stellt sich natürlich auch der „Historische Verein Lauf a.d. Pegnitz“. Keine leichte Entscheidung die hier zu treffen ist und mit der sich auch Stadtrat und Verwaltung noch intensiv zu befassen haben. Welche Nutzungen sind angedacht, was kann wie verwirklicht werden und wer beteiligt sich aktiv im Rahmen eines zukünftigen Nutzungskonzeptes?   

Dabei heißt es natürlich auch, „über den städtischen Tellerrand blicken“ und sich mit erfolgreichen Umsetzungen andernorts zu beschäftigen. Ein interessantes „Vergleichsobjekt“ ist das Spitalmuseum in Aub. Hier wurde in Zusammenarbeit der Stadt Aub als Träger und dem Fränkischen Heimatverein ein Kleinod geschaffen. Nicht nur als Anschauungsobjekt, sondern vor allem als lebendiges kulturelles Zentrum.   

Foto: Holger Uwe Schmitt

Bett und Altar vereinte damals die adelige Stiftung des Landspitals Aub für Arme und Pilger zu einer Einheit. Unter dem Eindruck der Großen Pest tätigte 1355 der fränkische Adlige Gottfried II. von Hohenlohe-Brauneck seine Stiftung in der Stadt Aub, die im südlichen Teil des heutigen Landkreises Würzburg, auf halber Strecke nach Rothenburg ob der Tauber liegt. Würde man das damalige Spital in Aub in die Gegenwart projizieren: Es wäre ein wirtschaftlicher Großbetrieb und betreutes Wohnen, Altenheim, Kloster und Sparkasse für Arme. Und das Ganze geführt als Wohngemeinschaft.    

Der Historische Verein lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu dieser Tagesexkursion nach Aub in das Spitalmuseum und einem anschließenden Aufenthalt mit einer Führung durch Ochsenfurt am Main ein. Gedankenaustausch inklusive.   


Abfahrt am Samstag, 21. September 2019 um 9.00 Uhr, Lauf Heldenwiese und 9.10 Uhr, Lauf Luitpoldstraße. In Aub Führung durch das Spitalmuseum, im Anschluss Fahrt nach Ochsenfurt und Mittagessen. Führung „Ochsenfurt kompakt“, ca. 1 Stunde und Kontakt zum „Förderverein Spital Ochsenfurt“. Rückkunft in Lauf gegen 17.30 Uhr und natürlich bleibt noch Gelegenheit zum Besuch der „Hämmernkirchweih“   

Fahrtpreis inklusive aller Führungen und Eintrittsgelder 27,50 €.   

Anmeldungen per Email per EMail an: exkursion@laufergeschichte.de oder direkt bei der 1. Vorsitzenden Sabine Raile, Tel.: 09123 / 960956


24. Mai. 2019

„Erfolgreiches erstes Jahr“ und "interessanter Vortrag zur Laufer Kaiserburg"

Jahreshauptversammlung und Vortrag zur Kaiserburg von Patrick Tattermusch

„Erfolgreich ist das erste Jahr seit der Gründung im Frühsommer 2018 gewesen“, so die erste VorsitzJahende Sabine Raile des „Historischen Verein Lauf a.d.Pegnitz e.V. - Freunde des Stadtarchivs“ anlässlich der Jahreshauptversammlung im Laufer Stadtarchiv. Sie berichtete von den stets gut besuchten Veranstaltungen wie Weihnachtsfeier mit Führung durch die Kolbe-Ausstellung, oder dem Vortrag von Georg Schweikert „Lauf in alten Ansichten und heute“. Vor allem die gemeinsame Ausstellung „Zeit-ab-gleich“ der beiden Partnerstädte Tirschenreuth und Lauf fand reges Interesse bei einer Fahrt in die Partnerstadt, der Betreuung der Ausstellung im Stadtarchiv und die Begleitung der Theateraufführung der Montessorischule im Spitalhof. 

Auch ist der Internetauftritt des Vereins unter www.laufergeschichte.de“ eingerichtet und laufend aktuelle Informationen zum Verein bereithält. In der Vorstandschaft hat sich eine Veränderung ergeben und Frau Christiane Mahn, die bereits mehrfach die Arbeit des Vorstandes unterstützt hat, nachberufen. 

Eines der Hauptanliegen des Vereines ist die Weiterverwendung des „Pfründerhauses“ der Spitalstiftung. Seit dem Auszug der letzten Altenheimbewohner sucht das markante Gebäude eine adäquate Weiternutzung. Dazu gab es bereits Gespräche mit der Stadt und dem 1. Bürgermeister, der in der Versammlung zu weiteren Gesprächen einlud. Es gibt eine Reihe von Ideen zur Nutzung, diese wolle man gemeinsam beraten und in ein Nutzungskonzept zusammenfassen. 

Nach Jahreshauptversammlung und Fachvortrag - der Abend klang bei interessanten Gesprächen im Garten der Altstadtfreunde aus.

„Als Verein lege man ein großes Augenmerk auf die Weiterentwicklung des Stadtarchives“, merkte Sabine Raile an und sieht diese im Vereinssinne stark mit dem Pfründnerhaus in Verbindung.

Das Archiv selbst ist für die wertvollen städtischen Sammlungen langsam an der Kapazität der verfügbaren Räume angelangt. Dies soll nach dem Wunsch aller in die zukünftige Nutzung mit einbezogen werden.

Eine der nächsten Veranstaltungen des Vereines ist die Exkursion in die Stadt Aub im Kreis Würzburg, in das dort beheimatete Spitalmuseum am 21. September. Georg Schweikert, der diese Fahrt organisierte, lud die Mitglieder und auch alle interessierten Lauferinnen und Laufer zu dieser Tagesfahrt ein. Man könne hier Anregungen aus erster Hand mitnehmen und bei der zweiten Station in Ochsenfurt mit dem dortigen „Förderverein Spital“ sich austauschen. 

Auch im kommenden Jahr werde man wieder mit interessanten Veranstaltungen aufwarten können. „Lauf in alten Ansichten und heute“ erfährt im Spätherbst eine Fortsetzung und vor allem soll zukünftig mit einem regelmäßig stattfindenden Stammtisch ein breiter Gedankenaustausch erfolgen. 

Im Anschluss trafen sich Mitglieder und interessierte Bürgerinnen und Bürger im Kaisersaal der Burg zum öffentlichen Vortrag von Patrick Tattermusch, Mitglied des Vorstandes, der sich ausführlich mit dem Thema „Die Laufer Kaiserburg – Geschichte und Kontroversen“ befasste. 

War des Gebäude Schloss oder eine Burg, welche Funktion besaß die Kaiserburg, der Laufer Wappensaal und welche Funktion hatte der Saal? Dies waren einige der Bereiche über die Patrick Tattermusch ausführlich referierte. Geschickt spann er auch einen Bogen von Karl Sauer, der 1898 sich mit dem Wenzelschloss befasste zu August Rebmann, der 1934 auf die unter Putz befindlichen Wappen aufmerksam wurde bis hin zu Ewald Glückert, der das Gebäude ausführlich in seinen Publikationen beschrieb. 

Reges Interesse fand der Vortrag von Patrick Tattermusch

Bereits im 11. Jahrhundert stand auf der Pegnitzinsel ein Wehrgbäude, welches möglichwerweise durch kriegerische Auseinandersetzungen um 1300 zerstört wurde. Ludwig der Bayer stellte dann 1322 eine Urkunde aus, in der er „unser Purck und unser Markt zu Lauffe“ an den Nürnberger Burggrafen Friedrich IV. verpfändete. Dieser sollte 200 Mark in Silber erhalten, wenn er „eine burch ze Lowffe bowen“ würde. Somit war damals schon von einer Burg in Lauf die Rede, die einen strategisch wichtigen Zweck erfüllte. Sicherung des Flußüberganges und der angesiedelten Mühlen. Der Begriff „Wenzelschloss“ entspringt daher eher dem volkstümlichen Sprachgebrauch der Bevölkerung. 

Unter Kaiser Karl IV erfuhr das Gebäude einen kompletten Neuaufbau und wurde zu Wohnzwecken und auch für Amtsgeschäfte genutzt. War die Burg doch das letzte böhmisches Standortquartier vor Nürnberg. In dieser Zeit entstand auch der Wappensaal, zu dem der Referent erläutern konnte, dass es sich nicht nach früheren Meinungen um den Wohn- oder Schlafraum des Kaisers handelte. Richtiger sei die Bezeichnung „Thronsaal“ mit öffentlichkeitswirksamer Funktion.

Patrick Tattermusch schloss seinen ausführlichen und wissenschaftlich fundierten Vortrag mit dem Hinweis, dass das Bauwerk immer einen Besuch wert sei. Auch wenn man als Laufer Bürger jeden Tag die Burg sehe, könne man in ihr viel Neues entdecken.


Der Abend einer erfolgreichen Jahreshauptversammlung, verbunden mit einem hochkarätigen Vortrag in der Kaiserburg fand im Garten bei den Laufer Altstadtfreunden einen gelungenen Ausklang.


15. Februar 2019

„Lauf einst und jetzt“ – Vortrag begeisterte Besucher

Georg Schweikert als Referent des Abends

Bis auf den letzten Platz besetzt war die Begegnungsstätte der AWO Lauf, als Vorsitzende Sabine Raile die Gäste zur ersten öffentlichen Veranstaltung des „Historische Vereines Lauf“ begrüßte. Sie hob dabei die Ausrichtung des jungen Vereines heraus, der seine Aufgaben einerseits in der historischen Aufarbeitung der Laufer Geschichte und auf der anderen Seite in der Förderung des Laufer Stadtarchives sieht.

Mit dem Titel „Lauf – einst und jetzt“, begab Vorstandsmitglied Georg Schweikert, zusammen mit den Gästen, auf einen „Stadtspaziergang in alten und neuen Ansichten“. Grundlage dazu war das 1982 erschienene Büchlein der damaligen Stadtarchivarin Anneliese Rebmann mit historischen Aufnahmen aus der Stadt um das Jahr 1900. Ausgewählten historischen Aufnahmen der Innenstadt rund um den Marktplatz, stellte er dabei aktuellen Bilder gegenüber, die so weit wie möglich im Blickwinkel und Bildausschnitt den Vorlagen entsprachen. Neben den historischen Beschreibungen gab es dazu vor allem allerlei Wissenswertes und von Georg Schweikert selbst erlebtes zu den Veränderungen in der Zeit nach 1950. Ergänzt wurden diese Ausführungen von den Besuchern, die gerne das eine oder andere noch aus ihrem eigenen Erinnerungsschatz beisteuerten.

Bis auf den letzten Platz füllten die Besucher die Begegnungsstätte der AWO in Lauf.

Interessant vor allem die frühere Nutzung vieler Häuser und Anwesen im Lauf der Geschichte. „Man meint beinahe, dass früher jedes zweite Haus ein Wirtshaus war“, so der Referent über die Vielzahl der Gasthäuser in der Laufer Innenstadt rund um den Marktplatz zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Dem nach Ansicht vieler Besucher gelungenem Vortrag, wird im November dieses Jahres ein weiterer Vortrag folgen, der sich mit weiteren Bildern, dann außerhalb der Stadtmauern beschäftigt und diese den aktuellen gegenüberstellt. Zum Gelingen dieses Abends trugen dabei auch die Aktiven der AWO Lauf bei, die den Besuchern aufmerksame Gastgeber waren.


13. Dezember 2018

Kurt Kolbe - "Ausdruck in Farbe und Form" - Mitgliederführung durch die Ausstellung

Die Führung durch die Ausstellung mit Stadtarchivarin Dr. Ina Schönwald fand großes Interesse

Interessante Einblicke in das Leben und das Schaffen des Laufer Künstlers Kurt Kolbe gab es für die Mitglieder des im Sommer gegründeten Historischen Vereines Lauf in der Laufer Kaiserburg. Stadtarchivarin Dr. Ina Schönwald umriss in ihrem Vortrag Herkunft, künstlerischen Werdegang und persönliches Engagement des 2016 verstorbenen Künstlers in Lauf. Anlass, die derzeit laufende Ausstellung mit Werken des Künstlers in der Burg unter dem Titel „"Ausdruck in Farbe und Form", die eine interessante Retrospektive darstellt. 


Reichlich Gelegenheit zum Gespräch gab es bei einer Tasse Glühwein im Stadtarchiv

Vorsitzende Sabine Raile zeigte sich erfreut über das große Interesse an der ersten Veranstaltung des jungen Vereins. Mit regem Gedankenaustausch bei Glühwein und Weihnachtsgebäck klang der Abend im Stadtarchiv aus. Fortgesetzt wird die Veranstaltungsreihe mit einem öffentlichen Vortrag von Georg Schweikert am 15. Februar 2019 zum Thema "Lauf - in alten Ansichten und heute".




28. Juni 2018

Neugründung

"Zwecke des Vereins sind die Förderung von Kunst und Kultur, die Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie die Förderung der Heimatpflege und Heimatkunde in der Stadt Lauf und im Nürnberger Land mit dem Ziel, in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Lauf Geschichte, Kultur und Traditionen dieser Region zu erforschen, zu pflegen und zu bewahren und sie den Bürgern zu vermitteln.", so in der Satzung des am 28. Juni 2018 im Laufer Stadtarchiv gegründeten Vereins.
Das hohe Interesse zeigte, dass die Geschichte der Stadt Lauf ein vielfältiges Interesse hat. Weiteres ist dem Protokoll der Gründungsversammlung zu entnehmen.